Katrine Frandsen

Surfer lächeln immer

Katrine Kock Frandsen zog vor fünf Jahren nach Hvide Sande. Es waren die Wellen, die sie hierher zogen.
 

Die Nordsee und der Himmel treffen sich am Horizont. Weiße Wolken und weiße Schaumkronen lassen die meisten am Strand die Jacke über die Ohren ziehen, doch für Katrine Kock Frandsen und die anderen Surfer ist es das perfekte Wetter. 

- Wenn du vom Südstrand in Hvide Sande aus surfst, siehst du viele Lächeln, weil es einfach so toll ist, dort zu surfen, sagt Katrine Kock Frandsen.

Das Lächeln und die guten Surfbedingungen waren es auch, die sie vor fünf Jahren nach Hvide Sande zogen. Sie wohnte in Varde und arbeitete in einem Unternehmen, das Surfausrüstung verkauft. Sie hatte gerade beschlossen zu Hvide Sandes Wellen zu ziehen, als plötzlich auch eine Jobmöglichkeit im Ort auftauchte:

- Also bin ich innerhalb von fünf Wochen umgezogen und habe einen neuen Job bekommen. Ich mag Hvide Sande, weil es hier auch einen Kontrast zum Surfen gibt. Hier bietet der Tourismus gute Beschäftigungsmöglichkeiten, hier gibt es das Hafenleben und eine ganz besondere Kultur, sagt sie.

Leben mit Platz für einen Wechsel

Im Jahr 2018 hat sich Katrine selbstständig gemacht. Sie gründete die Firma Virkekraft, die unter anderem hinter dem internationalen Surffestival Waterz in Hvide Sande steht und bei der Europameisterschaft im Windsurfen in Klitmøller mitarbeitet.

- Surfen ist mehr als eine Tour auf dem Wasser. Surfen ist auch die Entwicklung einer Region, es sind Relationen und eine ganz besondere Kultur. Surfer sind Leute mit viel Energie. Weil sie sich an Wind und Wetter anpassen, leben sie flexibel und frei - und das bringt Energie, sagt sie.

 Deshalb schlägt sie auch allen anderen vor, es mit dem Board, den Wellen und dem breiten Lächeln zu versuchen:

- Kommt ihr hierher in den Urlaub, dann macht es wie im Skiurlaub: Besucht einen Kurs bei einem der Surfklubs, damit ihr einen guten Start habt. Besucht die Surfschulen am Fjord, die sich gut für Anfänger eignen. Habt ihr das ausprobiert, dann geht zur Nordsee an einem Tag, an dem ein wenig Wind ist. Spürt den Wind am eigenen Körper und schaut auf die mehr erfahrenen Surfer auf der Nordsee – es ist ein Anblick, der das Leben und alles andere relativiert, sagt sie.